16er Buam im März

Liebe Freunde der "16er Buam"!

Ein paar Umstellungen in Sachen Soft- und Hardware, Provider und in unserem Arbeitsablauf führten zu einer Verzögerung meiner Newsletter. Wienerisch könnte man auch sagen, dass ich mich "bissl potschert" angestellt habe...
Jedenfalls sind die ersten Monate des Jahres wunderbar verlaufen und wir sind mehr als nur guter Dinge, dass es so weiter gehen wird.

Es scheint schon so eine eigene Sache zu sein, mit dem Wienerlied. Wie oft höre ich von Wienern eine Beschwerde über die Missachtung der Wiener Volksmusik. Verzweiflung, Zorn ja sogar Resignation zeigen sich oftmals zwischen den Zeilen. Wie gut soll da nicht die frühere Zeit gewesen sein. Aber heutzutage...

Und wieder einmal kann ich mich nicht zurückhalten und antworte darauf bestmöglich ehrlich:
- Die Heurigen sind stets bummvoll, sodass man mitunter schon versucht ist, sehr frühzeitig einen Tisch zu reservieren, als handle es sich um Michelinversternte und Haubengekrönte Hippsterspitzengastronomiebetriebe.
- Die Feste werden gefeiert (zu recht!), als gäbe es kein Morgen mehr. Geburtstage, Hochzeiten, Jubiläen und Firmenfeiern füllen diverse Extrazimmer mehr als würdig aus.
- Die Weine, vom feinsten, zieren die Gedecke. Die Speisen, vom feinsten, bleiben nicht zu lange auf den Warmhalteplatten der Buffettische stehen.

Das alles befürworte ich freudigst und trachte danach dem gleich zu tun. Doch frage ich mich: Wo bleibt dabei die Wienermusik? Wo und wann schlägt das vorhin besagte Bedauern in entsprechende Reaktion um?

- Ja, die Heurigen sind voll. Doch wollen viele von der Musik "nicht gestört" werden. So wurde das Wienerlied immer mehr in die Hinterzimmer vertrieben.
- Ja, die Feste werden gefeiert. Musikalisch umrahmt von Pop, Evergreens, Loungemusic, Partyhits, Schlager... Wenn überhaupt Musik dabei eine Rolle spielen soll. Nichts gegen jene Musikstile, ich meine ja nur...
- Ja, die Weine und die Speisen sind vom feinsten. Die eigene Kultur hingegen käme schon zu teuer.

Und wenn ich dann eine Achterl-Pause vom Konzert im Hinterzimmer an der Schank mache, höre ich die Umstehenden wieder raunzen: "Man hört halt keine Wienerlieder mehr."

Die geneigten Leser dieser Zeilen sind da freilich und erfreulicher Weise eine Ausnahme. Darüber hinaus gibt es immer mehr, die handeln statt raunzen. Immer mehr gehen zur Musik (noch) ins Hinterzimmer. Immer mehr holen sich Wiener Volksmusik auf ihr Fest. Immer mehr komplettieren ihre regionalen Speisen und Getränke mit ebenso regionaler Musikkultur. Danke dafür!

Wir werden unsererseits dafür sorgen, dass man Wienerlieder noch hören, seine Feste mit Wienermusik garnieren und Wiener Volkskultur nicht aufs Fressen und Saufen reduziert werden kann. Versprochen!

Herzlichst, Eure 16er Buam und im speziellen
Klaus Steurer

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