03.2017 Schluß mit der sinnlosen Raunzerei

Liebe Freunde der 16er Buam!
Zunächst möchte ich mich bei all jenen bedanken, die mir auf unterschiedlichsten Wegen zu verstehen geben, dass sie sich stets über das elektronische Rundschreiben der 16er Buam freuen, und dass bezüglich Inhalt und Stil desselben hohes Lob an mich dringt. Über die große Resonanz, die bei den sogenannten "Newsletter" keine Selbstverständlichkeit darstellt, freue ich mich wirklich sehr und verhehle nicht, dass ich auch ein klein wenig stolz darauf bin. Danke.
 
Bei der Durchsicht der letzten Ausgaben stellte ich aber fest, dass es so scheint, als würde eine negative Sicht meinerseits, Unzufriedenheit, ja die berühmte wienerische Raunzerei vorherrschend sein. Das allerdings will ich gar nicht, alleine schon um der Lebensfreude der treuen Leser Willen. Es soll nicht noch ein Medium ins Bewußtseinsfeld drängen und von Schlechtem, Ungerechtem und Kritik berichten. Unsere Welt ist ohnehin schon zu sehr auf die Schattenseiten fokussiert. Dafür bitte ich demütig um Vergebung.
 
Der Raunzer in mir aber schreit sogleich auf, lässt das Gesicht mit Zornesröte verunstalten und verkündet, begleitet von kränklicher Schnappatmung: "Aber was soll ich denn machen?!? Es ist doch wahr! Gemeinheiten werden uns zuteil, Schurken und Pülcher umgeben uns und keiner unternimmt etwas!"
 
Ja, das mag schon sein. Freilich, es gibt zahlreiche Misstände, Verfehlungen, Ungerechtigkeiten und einen Haufen ungehobelter Leut´. Und wenn ich zukünftig eine Sinnhaftigkeit darin erkenne darüber zu berichten, will ich selbiges auch tun. Aber nur dann, versprochen.
 
Es gibt doch so viel Gutes, Erfreuliches und Schönes:
Ich konnte meine Leidenschaft zum Beruf machen. In meinem Kompagnon Patrick fand ich jenen kongenialen Partner, der nicht nur für unser künstlerisches Schaffen unabdingbar ist, sondern den ich einst auch als Freund gewinnen durfte.Wir erfreuen ein immer größer werdendes Publikum, welches uns selbige Freude direkt zurück gibt. Es gibt Wirte, Veranstalter und weitere zahlreiche Menschen, die uns freudig und unkompliziert eine Bühne bieten. Es gibt Institutionen von Staat, Stadt, Gemeinden und privater Natur, die sich wirklich um uns und die Wiener Volkskultur bemühen. Es gibt Journalisten, Redakteure und diverse Medienleute, die durchaus etwas für das Wienerlied übrig haben. Et cetera.
 
Ja, es gibt noch viel zu tun um die Wiener Volkskultur wieder an eine respektable Stelle zu heben. Nicht jeder, der diesen unseren Weg kreuzt, wird dabei behilflich sein und die Umstände müssen nicht immer besonders günstig sein. Doch die Freude, die Leidenschaft und die guten Menschen überwiegen. Sie überwiegen wirklich!
 
Von Herzen, Euer
Klaus Steurer

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